Wir sind zertifiziertes AltersTraumaZentrum

Nach einem Unfall benötigen ältere und hochbetagte Patienten eine besondere stationäre Versorgung. Diese sogenannten multimorbiden Patienten leiden häufig unter mehreren Erkrankungen gleichzeitig. Zudem weisen sie ein höheres Sturzrisiko auf, was mit der Gefahr eines Knochenbruchs einhergeht.

Die Versorgung einer akuten Verletzung steht  immer an erster Stelle. Im Sinne eines ganzheitlichen Behandlungskonzeptes ist es jedoch zudem erforderlich, sämtliche bereits bestehenden Erkrankungen, wie etwa Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen, in die Therapie mit einzubeziehen, um eine rasche und vollständige Genesung zu ermöglichen. Für ältere und multimorbide Patienten, die nach einem Unfall im Krankenhaus stationär versorgt werden müssen, ist eine kombinierte Behandlung mit unfallchirurgischen und altersmedizinischen Kompetenzen angeraten.

Dieser Notwendigkeit begegnen wir in unserem zertifizierten AltersTraumaZentrum. Deutschlandweit gibt es derzeit nur 60 Zentren für Alterstraumatologie. Das Besondere an unserem AltersTraumaZentrum (ATZ) ist die Zertifizierung von drei Kliniken: Der Geriatrie sowie der Orthopädie und Unfallchirurgie (beide St. Elisabethen-Krankenhaus) zusammen mit der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie (Universitätsklinikum Frankfurt). Regelmäßig führen die behandelnden Ärzte der Klinik für Geriatrie und der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie aus dem St. Elisabethen-Krankenhaus Visiten im Universitätsklinikum durch. Im Gegenzug unterstützt die Klinik für Unfall,- Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Universitätsklinikums Frankfurt das St. Elisabethen-Krankenhaus vor Ort.

Optimale Genesung dank interdisziplinärer Behandlung

Die Behandlung alterstraumatologischer Patienten beginnt bereits in der Notaufnahme. Zunächst liegt der Behandlungsschwerpunkt in der speziellen Unfallchirurgie. Nach Abschluss der akuten unfallchirurgischen Therapie rücken die geriatrische Behandlung und die Vorbereitung der rehabilitativen Maßnahmen in den Vordergrund. Gemeinsam mit unseren Ärzten sorgt ein Team aus Physiotherapeuten, Sozialarbeitern und weiteren Spezialisten für eine abgestimmte und patientenorientierte Weiterversorgung, auch nach Entlassung aus unserem ATZ.

Wir verfügen über langjährige Erfahrung in der Versorgung von unfallchirurgischen und geriatrischen Patienten und berücksichtigen dank unserer universitätsmedizinischen Forschung aktuelle medizinische Erkenntnisse und Standards, Empfehlungen und Leitlinien nationaler und internationaler Fachgesellschaften sowie Expertengremien. Die kontinuierliche Überprüfung und Weiterentwicklung der Behandlungsqualität geben unseren Patienten die Sicherheit, „in den besten Händen“ zu sein.

Leistungsangebot

Geriatrische Patienten benötigen nach einem Knochenbruch eine andere Behandlung und Versorgung als jüngere Menschen. Altersbedingt sind Knochenheilung, operative Vorgehensweise, physiotherapeutische Behandlung, eventuell bestehende Neben- und Vorerkrankungen im Einzelfall zu berücksichtigen. Eine Zertifizierung durch eine unabhängige und unparteiliche Zertifizierungsstelle wie Cert iQ belegt, dass das Team unseres AltersTraumaZentrums auf altersgerechte Versorgung spezialisiert und bestens vorbereitet ist – fachübergreifend und wohnortnah.

Die Behandlung in unserem zertifizierten AltersTraumaZentrum hat unter anderem zum Ziel, die Selbstständigkeit und die individuelle Unabhängigkeit des verletzten älteren Menschen zu erhalten oder wiederherzustellen.

Damit wird ein wichtiger Beitrag zu mehr Lebenszufriedenheit und Lebensqualität geleistet. Zudem kann gleichzeitig weiteren Knochenbrüchen vorgebeugt werden. Denn der unbemerkte, schleichende Verlust der Eigenständigkeit kann häufig zu einem weiteren Sturz führen.

Auch weiteren Komplikationen, wie zum Beispiel

  • Muskelabbau
  • Lungenentzündung
  • Druckgeschwüren (Dekubitus)
  • Bettlägerigkeit

kann mit Hilfe dieses Behandlungskonzeptes entgegengewirkt werden. Eine notwendige Operation erfolgt so früh wie möglich. Bereits bei Aufnahme des Patienten in das Notfallzentrum erfolgt eine Einbindung der Physiotherapie.

Im Anschluss an die Entlassung aus der stationären geriatrischen Behandlung können wir die weitere Therapie individuell und gemeinsam mit den Angehörigen organisieren, wie zum Beispiel

  • geriatrisch-tagesklinische Behandlung
  • Versorgung zu Hause
  • Kurz- oder Langzeitpflege

Für den Umgang mit demenziell erkrankten Patienten sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter speziell geschult.