Krebsvorsoge in unserer Dysplasie-Sprechstunde

Unsere Dysplasie-Sprechstunde ist eine speziell eingerichtete Sprechstunde für Patientinnen, bei denen im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchung Gewebeveränderungen beobachtet wurden. Wir untersuchen diese sogenannten dysplastischen (Dysplasie = Abweichung von der normalen Gewebestruktur) Zellen genauer.

Dysplastische Zellen sind fehlentwickelte Zellen, die Vorstufen krebsartiger Veränderungen entsprechen können. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung wird im Zellabstrich nach solchen Veränderungen gesucht. Die Zuordnung der Zellen zu den sogenannten Pap-Gruppen wird nach dem Schweregrad der Veränderung vorgenommen (entwickelt und benannt nach dem griechischen Zytologen Papanicolaou). Bei einer auffälligen Pap-Gruppe empfiehlt sich die mikroskopische Untersuchung des Gebärmutterhalses mit dem sogenannten Kolposkop (Kolpos ist griechisch und heißt Scheide) in der Dysplasie-Sprechstunde. Im Rahmen dieser Kolposkopie können aus den auffälligen Bereichen direkt Gewebeproben entnommen werden. Dies ist ohne örtliche Betäubung und schmerzfrei möglich, da der Gebärmutterhals nicht von empfindlichen Nervenfasern versorgt wird. Die kolposkopischen Befunde werden sorgfältig dokumentiert und eventuell fotografiert. Entnommene Gewebeproben werden an ein Labor weitergeleitet und dort feingeweblich begutachtet. Ergibt sich aufgrund der Befunde die Notwendigkeit eines operativen Eingriffs, so besprechen wir die jeweiligen Operationsmethoden bei einem Nachfolgetermin sorgfältig mit Ihnen.