St. Elisabethen - Krankenhaus Frankfurt/Main
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Endobronchialer Ultraschall (EBUS)


Das Bronchialkarzinom (Lungenkrebs) ist weltweit der häufigste bösartige Tumor mit zunehmender Tendenz.
Entscheidend für die Prognose und Therapieoption ist es, ob der Tumor in der Lunge operabel ist oder nicht. Dies hängt vom Ausmass der Lymphknotenbeteiligung und den Fernmetastasen ab.Sehr oft sind Lymphknoten im Bereich des Tumors  in der Computertomographie vergrössert, aber man kann nicht   sagen, ob dies durch den Tumor verursacht ist oder andere Ursache hat. Um das beurteilen zu können, muss man nicht selten eine Mediastinoskopie durchführen, eine Operation mit Entfernung und Untersuchung der Lymphknoten im oberen Brustbereich. Aber auch mit dieser Operation kann man nicht alle Lymphknoten untersuchen, denn manche sind für den Chirurgen nicht erreichbar ausser durch ein Eröffnen des Brustkorbs.
Um in dieser entscheidenden Frage weiter zu kommen, wurden Verfahren wie der endobronchiale Ultraschall entwickelt. Mit einer an einem Endoskop befestigten Sonde kann man durch die Luftröhre wie bei einer flexiblen Bronchoskoppie (Lungenspiegelung) in die Lunge gehen und dort die Lymphknoten mit Ultraschall ansehen. Diese kann man dann mit einer durch das Bronchoskop geführten Nadel unter Sicht biopsieren. Durch diese Methode bekommt man mit relativ grosser Sicherheit den Nachweis, ob ein Lymphknoten tumorfrei ist oder nicht.
Diese neue Methode, der sogenannte endobronchiale Ultraschall (EBUS) ist bisher nur in sehr wenigen Zentren etabliert. In den Katharina Kasper Kliniken ist das Gerät, das von Olympus entwickelt wurde, seit November 2005 im Einsatz.