Krankheitsbild – Harnsteine
Das Harnsteinleiden ist eine ebenso alte wie häufige Erkrankung. Bereits Hippokrates empfahl, dass man die Behandlung von Steinen des Harnsystems in die Hand von Fachleuten geben sollte.
Harnsteine kommen in den unterschiedlichsten Formen und Größen im gesamten Harntrakt vor, hierbei hat die Größe und Lage der Steine nur einen geringen Einfluss auf das Ausmaß der Beschwerden. Kleine „ruhende“ Kelchsteine können ständige ziehende Schmerzen verursachen und nahezu unbemerkt zu großen Ausgusssteinen der Niere heranwachsen. Die typischen Nierenkoliken treten meist bei der Passage von Steinen durch den Harnleiter auf, sind jedoch ebenfalls nicht von der Steingröße abhängig. Patienten werden nicht selten jahrelang fälschlich wegen Rückenschmerzen behandelt, obwohl in Wirklichkeit ein Nierenstein die Ursache ihrer Beschwerden ist. Zur Diagnostik eines Steinleidens führt der Urologe eine Reihe von Blut- und Urinuntersuchungen durch, er begutachtet die Nieren durch Ultraschall und er fertigt Röntgenbilder der Nieren mit und ohne Kontrastmittel an.
Zur Behandlung von Nierensteinen stehen heutzutage eine ganze Reihe verschiedener Verfahren zur Verfügung. Waren vor 10 – 15 Jahren noch die Entfernung von Harnleitersteinen mit einer Drahtschlinge und die offene Operation durchaus üblich, so gehören heute sowohl die berührungsfreie Steinzertrümmerung (ESWL) als auch alle endoskopischen Verfahren, wie zum Beispiel die bewegliche starre Harnleiterspiegelung (flexible URS = Ureterorenoskopie) zu den Therapieoptionen der ersten Wahl. Mit ihnen können nahezu alle Steine ohne Schnittoperation entfernt werden. Lediglich ca. 1 % der Steinpatienten muss noch „unter das Messer".
Harnleiterspiegelung = Ureterorenoskopie = (URS)
Bei kleineren Harnleitersteinen ist ein Spontanabgang in bis zu 80 % der Fälle möglich. Tritt ein solcher nicht ein und führt dies zu wiederkehrenden heftigen Nierenkoliken, so ist in den meisten Fällen als Akuttherapie die Einlage einer Harnleiterschiene (Doppel - J = DJ = Pigtail-Katheter) notwendig. Hiermit wird zum einen die Nierenkolik beseitig zum anderen wird mit dieser Harnleiterschiene der Harnleiter erweitert / aufgedehnt und er somit für die ca. 4 Wochen später einsetzende eigentliche Harnleitersteinentfernung mittels Harnleiterspiegelung vorbereitet. In den meisten Fällen können kleinere Steine direkt mit einer Fasszange oder einem Drahtkörbchen geborgen werden, größere Harnleitersteine werden mit einem Laser zerkleinert und aus dem Harnleiter entfernt. Auch größere Nierensteine können mittlerweile mittels flexiblen Harnleiter - Nierenspiegelungsgerät (flexibles Ureterorenoskop) und dem Einsatz eines Steinlasers als Alternative zur ESWL - Therapie oder bei nichtabgangsfähigen Fragmenten nach ESWL - Therapie eingesetzt werden.
Zur Behandlung von Nierensteinen stehen heutzutage eine ganze Reihe verschiedener Verfahren zur Verfügung. Waren vor 10 – 15 Jahren noch die Entfernung von Harnleitersteinen mit einer Drahtschlinge und die offene Operation durchaus üblich, so gehören heute sowohl die berührungsfreie Steinzertrümmerung (ESWL) als auch alle endoskopischen Verfahren, wie zum Beispiel die bewegliche starre Harnleiterspiegelung (flexible URS = Ureterorenoskopie) zu den Therapieoptionen der ersten Wahl. Mit ihnen können nahezu alle Steine ohne Schnittoperation entfernt werden. Lediglich ca. 1 % der Steinpatienten muss noch „unter das Messer".
ESWL (= Extrakorporale Stoßwellen Lithotripsie):
Insbesondere die Erfindung der Steinzertrümmerung (ESWL) durch den Münchner Urologen Prof. Dr. Chaussy hat die Steinbehandlung in den letzen 20 Jahren weltweit revolutioniert. Die ESWL - Behandlung, die etwa 60 Minuten andauert, wird in aller Regel ohne Narkose durchgeführt. Manche, insbesondere sehr harte Steine, erfordern sogar 2-3 Wiederholungsbehandlungen. Die Erfolgsrate liegt je nach Steinlokalisation bei ca. 90 %.Unsere Klinik verfügt über einen eigenen, modernen Lithotriptor (ESWL - Gerät), der im Jahre 2007 neu erstanden wurde, hiermit ist sowohl die Röntgen- als auch Ultraschallgesteuerte Ortung von Nieren- und Harnleitersteinen möglich. Insbesondere bei jüngeren Patienten und bei Patienten mit wiederkehrenden Harnsteinen ist gerade die röntgenstrahlungsfreie Steinortung mittels Ultraschall eine segensreiche Errungenschaft. Harnleiterspiegelung = Ureterorenoskopie = (URS)Bei kleineren Harnleitersteinen ist ein Spontanabgang in bis zu 80 % der Fälle möglich. Tritt ein solcher nicht ein und führt dies zu wiederkehrenden heftigen Nierenkoliken, so ist in den meisten Fällen als Akuttherapie die Einlage einer Harnleiterschiene (Doppel - J = DJ = Pigtail-Katheter) notwendig. Hiermit wird zum einen die Nierenkolik beseitig zum anderen wird mit dieser Harnleiterschiene der Harnleiter erweitert / aufgedehnt und er somit für die ca. 4 Wochen später einsetzende eigentliche Harnleitersteinentfernung mittels Harnleiterspiegelung vorbereitet. In den meisten Fällen können kleinere Steine direkt mit einer Fasszange oder einem Drahtkörbchen geborgen werden, größere Harnleitersteine werden mit einem Laser zerkleinert und aus dem Harnleiter entfernt. Auch größere Nierensteine können mittlerweile mittels flexiblen Harnleiter - Nierenspiegelungsgerät (flexibles Ureterorenoskop) und dem Einsatz eines Steinlasers als Alternative zur ESWL - Therapie oder bei nichtabgangsfähigen Fragmenten nach ESWL - Therapie eingesetzt werden.
„Schlüsselloch“ - Steintherapie von großen Nierensteinen (= Percutane-Nephrolitholapaxie = PNL)
Diese anspruchsvolle Methode ermöglicht es selbst Korallen-artige Ausgusssteine (Größe: 3 bis 5 cm Durchmesser) der Niere über einen kleinen Hautschnitt von ca. 2 cm zu entfernen. Hierbei wird mittels Ultraschall- und Röntgenortung das Kelchsystem der Niere punktiert und aufgedehnt und ein Nierenspiegelungsgerät eingeführt. Mittels Laser und Ultraschalltherapie kann der Stein vorort in der Niere zerkleinert und die Fragmente mit Fasszangen oder mit einer Absaugpumpe entfernt werden.
Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, können Sie uns gerne unter der Telefonnummer 069/ 7939 -2426 anrufen oder im Rahmen unserer Oberarztsprechstundentermine eine Zweitmeinung einholen.












