Krankheitsbilder - Impotenz
Erektile Dysfunktion (Impotenz)
Impotenz ist in allen westlichen Kulturen ein tabuisiertes Thema. Dabei sind Erektionsstörungen eine häufige Erkrankung der zweiten Lebenshälfte: Etwa jeder zweite Mann zwischen dem 40ten und dem 70ten Lebensjahr leidet an einer unzureichenden Versteifung des Gliedes beim Geschlechtsverkehr
Um so wichtiger ist es, daß wir offen über dieses Thema sprechen.
In der medizinischen Fachsprache bezeichnet man solche Erektionsstörungen als „erektile Dysfunktion – ED“.
Unbehandelt können Erektionsstörungen die Lebensqualität beeinträchtigen. Die Diagnose der Erektilen Dysfunktion ist deshalb so wichtig, weil hinter solchen Störungen viele ernsthafte Grunderkrankungen (wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Zuckerkrankheit) stecken können, die vom Arzt erkannt und behandelt werden müssen.
Der Facharzt für Urologie ist der einzig kompetente Ansprechpartner bei Erektionsstörungen, denn nur er kann deren Ursachen herausfinden und wirksame Behandlungsmethoden anbieten.
In mehr als 70% der Fälle sind organische Ursachen für die Erektile Dysfunktion nachweisbar. Auch bestimmte Lebensgewohnheiten (Nikotin- und Alkoholkonsum, Streß) können die Potenz beeinträchtigen. Außerdem treten Erektionsstörungen nach Unfällen oder Operationen oder bei seelischen Erkrankungen auf.
Das Ausmaß der Störung kann dabei unterschiedlich sein, bei einer vollständigen Erektilen Dysfunktion ist kein Geschlechtsverkehr mehr möglich.
Die Untersuchungen zur Abklärung der Ursachen und des Ausmaßes einer Erektilen Dysfunktion sind die Voraussetzung zur Einleitung einer adäquaten Therapie.
Alle Untersuchungen werden von uns im Rahmen einer Spezialsprechstunde durchgeführt:
- Laboruntersuchungen von Blut und Urin
- Ultraschalluntersuchungen der Genitalorgane mit Messung der Durchblutung des Gliedes (Dopplersonografie)
- Testen der Ansprechrate auf erektionsfördernde Medikamente
- gegebenenfalls Röntgenuntersuchung der beiden Schwellkörper
Erst im Anschluß an diese Untersuchungen kann der Arzt die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten diskutieren:
A.) Ausschalten von Risikofaktoren:
Nikotin, Alkohol, zu hoher Blutzuckerspiegel, zu hohe Blutfettwerte, Streß.
B.) Medikamentöse Behandlung:
Möglicherweise Umstellen einer bestehenden erektionsschädigenden Medikation. Substanzen, die eine Erektion auslösen oder fördern werden als Tabletten oder als Spritze in das Glied verabreicht oder sie werden in die Harnröhre eingeführt.
C.) Beratung und Psychotherapie:
Eine Psychotherapie kann der Urologe nicht durchführen. Falls jedoch organische Störungen als Ursache der erektilen Dysfunktion ausgeschlossen sind, kann er an einen Psychotherapeuten weiterverweisen. Die entsprechende Pschotherapie sollte stets als Partnertherapie durchgeführt werden.
D.) Hilfsmittel:
Erektionsringe und Vakuumpumpen sind erektionsverbessernde Hilfsmittel, die gelegentlich alleine ausreichen. Oftmals werden sie jedoch mit einer medikamentösen Therapie kombiniert um den gewünschten Erfolg zu erzielen.
E.) Operative Maßnahmen:
Die Implantation einer Schwellkörperprothese ist gelegentlich die letzte Maßnahme zur Wiedererlangung der sexuellen Potenz.







