Nierenkrebs
Jährlich werden in 9 -10 Fällen pro 100.000 Einwohner der Bundesrepublik ein Nierentumor festgestellt. Hierbei liegt in etwa 86 % ein Nierenzellcarcinom vor, die Männer sind hierbei doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Durch die Verbesserung der operativen Technik insbesondere der weiten Verbreitung der Sonographie, konnte in den letzten 10 Jahren der Anteil der kleinen Nierentumore (< 4-5 cm) deutlich erhöht werden. Gerade diese Patientengruppe ist geeignet für eine nierenerhaltende Tumorentfernung. Eine radikale Nierenentfernung wird heute überwiegend bei großen Nierentumoren oder solchen mit einer ungünstigen Lage in direkter Nähe zu großen Blutgefäßen der Niere oder in den Fällen in denen eine mutmaßliche Metastasierung der Lymphknoten vorliegt, notwendig.
Organerhaltende Nierentumorentfernung:
In unserer Klinik erfolgt dieser Eingriff über einen Hautschnitt im Bereich der Flanke, während der Operation wird die Nierenschlagader freipräpariert und mit einer kleinen Klemme ausgeklemmt, so dass das entfernen des Tumors ohne wesendlichen Blutverlust mit einem Sicherheitsabstand von ca. 5mm aus dem gesunden Nierengewebe erfolgen kann. Noch während der Operation wird der Nierentumor in ein benachbartes Krankenhaus zur mikroskopischen Untersuchung zu einem Pathologen gefahren. Bestätigt der Pathologe hierbei, dass der Tumor vollständig im Gesunden entfernt wurde, so kann die Niere erhalten werden. Dadurch daß die intraoperativen Ausklemmzeiten der Nierenschlagadern im offenen operativen Verfahren in der Regel deutlich kürzer ausfallen als dies mit der laparaskopischen (Schlüssellochtechnik) Methode der Fall ist, ist die anschließende verbleibende Nierenfunktion des Restorgans besser als dies im Rahmen des laparaskopischen Vorgehens zu erzielen ist.
Weitere Operation bei Nierenerkrankungen:
• große symptomatische Nierenzysten:
Was sind Nierenzysten?
Hierbei handelt es sich in der Regel um abgekapselte Wasseransammlungen die von der Niere selbst ausgehen und erhebliche Ausmaße (10 -15 cm Durchmesser) erreichen können. Diese großen Raumforderungen führen zu Verdrängungsreaktionen im Bauchraum und hierdurch z. B. zu Verdauungsbeschwerden oder Druckgefühl und Schmerzen im Abdomen, selten entsteht hierdurch ein schmerzhafter Harnstau der gleichen Niere.
Therapie: in unserer Klinik wird die Verödung dieser Zysten durch einen dünnen passager eingelegten Schlauch durchgeführt. Dieser Eingriff ist in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose möglich. Hierbei wird zum einen der Zysteninhalt entleert und am Folgetag ein hochprozentiger Alkohol über das einliegende Röhrchen verödet. Dem Patient kann hiermit ein offen-chirurgischer oder laparaskopischer Eingriff in den meisten Fällen erspart werden.











