St. Elisabethen - Krankenhaus Frankfurt/Main
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Harnleiterabgangsenge
(Nierenbeckenplastik)

Leistungsbild -Nieren:

Organerhaltende Nierentumorentfernung:

In unserer Klinik erfolgt dieser Eingriff über einen Hautschnitt im Bereich der Flanke, während der Operation wird die Nierenschlagader freipräpariert und mit einer kleinen Klemme ausgeklemmt, so dass das entfernen des Tumors ohne wesendlichen Blutverlust mit einem Sicherheitsabstand von ca. 5mm aus dem gesunden Nierengewebe erfolgen kann. Noch während der Operation wird der Nierentumor in ein benachbartes Krankenhaus zur mikroskopischen Untersuchung zu einem Pathologen gefahren. Bestätigt der Pathologe hierbei, dass der Tumor vollständig im Gesunden entfernt wurde, so kann die Niere erhalten werden. Dadurch daß die intraoperativen Ausklemmzeiten der Nierenschlagadern im offenen operativen Verfahren in der Regel deutlich kürzer ausfallen als dies mit der laparaskopischen (Schlüssellochtechnik) Methode der Fall ist, ist die anschließende verbleibende Nierenfunktion des Restorgans besser als dies im Rahmen des laparaskopischen Vorgehens zu erzielen ist.

Weitere Operation bei Nierenerkrankungen:

• große symptomatische Nierenzysten

Was sind Nierenzysten? Hierbei handelt es sich in der Regel um abgekapselte Wasseransammlungen die von der Niere selbst ausgehen und erhebliche Ausmaße

(10 -15 cm Durchmesser) erreichen können. Diese großen Raumforderungen führen zu Verdrängungsreaktionen im Bauchraum und hierdurch z. B. zu Verdauungsbeschwerden oder Druckgefühl und Schmerzen im Abdomen, selten entsteht hierdurch ein schmerzhafter Harnstau der gleichen Niere.

Therapie: in unserer Klinik wird die Verödung dieser Zysten durch einen dünnen passager eingelegten Schlauch durchgeführt. Dieser Eingriff ist in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose möglich. Hierbei wird zum einen der Zysteninhalt entleert und am Folgetag ein hochprozentiger Alkohol über das einliegende Röhrchen verödet. Dem Patient kann hiermit ein offen-chirurgischer oder laparaskopischer Eingriff in den meisten Fällen erspart werden.

• angeborene Harnleiterabgangsenge: 

hierbei handelt es sich wie der Name bereits nahelegt um eine Kinderkrankheit die entweder im Rahmen des heutigen Neugeborenscreenings entdeckt wird oder erst im Jugendlichen-oder im Erwachsenenalter oft als Zufallbefund im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung oder aber bereits verkomplizierend durch eine eitrige Nierenbeckenentzündung festgestellt wird. In den meisten Fällen liegt eine angeborene Enge des Harnleiters direkt am Ursprung aus dem Nierenbecken oder eine den Harnleiter überkreuzende und dadurch einengende Unterpolschlagader hervor.

Therapie: offene Nierenbeckenplastik. Hierbei wird nicht etwa wie der Name es nahelegen würde ein Kunststoff implantiert, mit Plastik ist hierbei eine plastische Erweiterungsoperation gemeint, so dass der Abfluss aus dem Nierenbecken in den Harnleiter optimiert wird. Hierdurch kann die Nierenfunktion verbessert oder auf dem gleichen Niveau erhalten werden und eine spätere Funktionseingeschränkte oder sogar eine funktionslose Niere dem Patient erspart werden.