Diagnostik (Untersuchungsmethoden)

Es gibt verschiedene Untersuchungsmethoden beziehungsweise Diagnoseverfahren, um Gewebeveränderungen an der Brust festzustellen. Alle Untersuchungen haben das Ziel, zu erforschen, wo der Tumor sitzt, wie groß er ist und ob er gut- oder bösartig ist. Wird ein Brustkrebs frühzeitig erkannt, sind die Heilungs- und Überlebenschancen sehr groß. Am Anfang steht das Arztgespräch. Sprechen Sie jeden Verdacht offen bei Ihrem Frauenarzt an. Der Arzt wird zunächst eine ausführliche Anamnese aufnehmen, die Ihre Beschwerden, Risikofaktoren und Ihren Allgemeinzustand umfasst und Sie anschließend untersuchen.

Untersuchungsmethoden

  • Körperliche Untersuchung

    Der Arzt untersucht die Burst hinsichtlich äußerer erkennbarer Veränderungen und durch Abtasten auf Knoten und Verhärtungen. Um sich ein genaueres Bild von der erkrankten Stelle zu machen, werden weitere Untersuchungen veranlasst. Dazu gehört eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen (Mammographie), mit Ultraschall (Sonographie) und in Ausnahmefällen mit Magnetfeldern (Kernspintomographie / MRT). Mit allen drei Methoden (bildgebende Diagnoseverfahren) versuchen die Ärzte, sich ein genaueres Bild über das veränderte Gewebe zu verschaffen.
  • Mammographie (Röntgen der Brust)

    Die Mammographie ("mamma": Brust und "-graphie": Darstellung) ist ein spezielles Röntgenverfahren der Brust. Die Brust wird hierfür zwischen zwei Plexiglasscheiben gepresst. Das Zusammendrücken der Brust kann unangenehm sein. Von jeder Brust werden zwei Aufnahmen angefertigt – einmal von oben nach unten und einmal schräg von der Mitte her zur Seite – welche anschließend beurteilt werden. Mit Hilfe der Mammographie können Gewebeveränderungen sichtbar gemacht werden, noch bevor sie tastbar sind oder andere Symptome auftreten. Deshalb wird die Mammographie nunmehr auch als sehr gute Möglichkeit zur Früherkennung von Brustkrebs, dem sogenannten "Mammographie-Screening", angewandt. Die Teilnahme ist freiwillig. Ob Sie das Angebot der Früherkennungsuntersuchung wahrnehmen möchten, entscheiden Sie selbst.
  • Ultraschall (Sonographie) der Brust

    Bei der Ultraschalluntersuchung werden Schallwellen eingesetzt, die vom Gewebe zurückgeworfen und am Bildschirm dargestellt werden. Mit dieser Technik lassen sich Umrisse von Organen, Gewebe und insbesondere Zysten gut darstellen.
  • Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie, kurz MRT) der Brust

    Die Kernspintomographie ist kein Verfahren, das an erster Stelle kommt, sondern erst dann, wenn durch die Mammographie und die Ultraschalluntersuchung keine eindeutige Aussage möglich ist. Nachteil dieses Verfahrens sind sogenannte falsch positive Befunde, denen gutartige Veränderungen zu Grunde liegen. Ob diese Veränderungen gut- oder bösartig sind, lässt sich erst durch invasive Verfahren endgültig klären.

Feingewebliche Untersuchungen

Zwei Verfahren werden derzeit ambulant, also ohne Klinikaufenthalt, durchgeführt. Eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) und ein kleiner Hautschnitt reichen hierfür aus. Das entnommene Gewebe wird anschließend von einem Pathologen auf seine Bös- oder Gutartigkeit hin untersucht.

  • Ultraschallgesteuerte Stanzbiopsie

    Der Arzt entnimmt mit Hilfe einer Nadel (Stanze) mehrere winzige Gewebeproben aus der betroffenen Stelle. Dies geschieht in der Regel unter Ultraschallkontrolle.
  • Mammographisch oder MR-mammographisch gesteuerte Vakuumsaugbiopsie

    Die Vakuumsaugbiospie stellt ein weiteres Verfahren zur Gewebeentnahme dar. Ein Computer berechnet hierfür anhand von Röntgenaufnahmen oder MRT-Aufnahmen die genaue Lage des erkrankten Gewebes in der Brust und steuert die Nadel exakt an die auffällige Stelle. Durch einen Unterdruck (Vakuum) wird nun das Gewebe in eine Aussparung an der Nadel gesaugt und die Proben entnommen.
  • Offene Biopsie

    Manchmal kann es von Vorteil sein, den auffälligen Befund für die feingewebliche Untersuchung direkt durch einen operativen Eingriff zu entfernen. Zudem kann eine offene Biopsie notwendig sein, wenn die, mittels Stanz- oder Vakuumsaugbiopsie entnommenen Gewebeproben keine sichere Diagnosestellung zulassen. In der Regel wird vor einer offenen Biopsie das auffällige Areal in der Brust mit einem kleinen Draht, wenn nötig mit lokaler Betäubung, markiert. Dies geschieht entweder unter ultraschall-/ mammographischer- oder MR-mammographischer Kontrolle.

Pathologie

Die feingewebliche Untersuchung erfolgt in der Gemeinschaftspraxis für Pathologie in Frankfurt (Professor Dr. Falk und Kollegen) oder am Institut für Pathologie an der Universitätsklinik Frankfurt (Leitung: Professor Dr. Hansmann).

Das abschließende Ergebnis aller feingeweblichen Untersuchungen wird von zwei Fachärzten der Pathologie befundet und liegt uns in der Regel nach 24 bis 48 Stunden vor.

Institut für Pathologie Universitätsklinik Frankfurt/Main
Leitung: Professor Dr. med. Hansmann
www.uni-ffm.de

Gemeinschatspraxis für Pathologie
Professor Dr. Falk und Kollegen
www.pathologie-frankfurt.de

Metastasenausschluss – Staging

Um die optimale Behandlungsmethode für Sie festlegen zu können, ist abhängig von den Eigenschaften des Tumors manchmal eine Untersuchung des Körpers auf Tochtergeschwülste (Metastasen) sinnvoll. Tochtergeschwülste findet man meist in Leber, Lunge oder Knochen.

  • Leberultraschall / Computertomographie Abdomen 

    Da sich das Tumorgewebe in der Regel vom gesunden Lebergewebe abgrenzt, können eventuelle Metastasen mit diesen Methoden ab einer Größe von wenigen Millimetern identifiziert werden.
  • Röntgenuntersuchung der Lunge / Computertomographie Thorax

    Vermeintliche Lungenabsiedlungen können durch spezielle Aufnahmen des Brustkorbes (Thorax-Röntgen) frühzeitig entdeckt werden. Ab einer Größe von etwa fünf Millimetern sind Metastasen mit diesen Methoden erkennbar.
  • Knochenszintigraphie

    Bei der Knochenszintigraphie werden sogenannte Radionuklide über die Vene verabreicht. Das sind chemische Substanzen, die in den Knochen eingebaut werden und für kurze Zeit strahlen. Mit einer speziellen Kamera (Gammakamera) kann deshalb nach etwa zwei Stunden erfasst werden, in welchen Bereichen des Knochengewebes ein erhöhter Umbau stattfindet. Die Ursache hierfür können gutartige Veränderungen wie Verschleißerscheinungen, alte Knochenbrüche sowie andere Knochenerkrankungen, oder eben Absiedlungen des Brustkrebses sein. In Zweifelsfällen wird deshalb die entsprechende Stelle nachgeröntgt. Ergänzend können zu obigen Untersuchungen die Computertomographie (CT) oder die Kernspintomographie (MRT) zur genaueren Beurteilung von Leber, Lunge oder Knochen eingesetzt werden.

Kontakt

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Dr. med. Rita Steinwasser

› Chefärztin
St. Elisabethen-Krankenhaus
Frauenheilkunde

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

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Gynäkologisches Sekretariat

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Frau E. Paetau
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Weitere Informationen

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