Tumorchirurgie

Dickdarm

Bösartige Tumore des Dickdarmes sind die zweithäufigste Todesursache bei Krebserkrankungen. Mit einer Darmspiegelung können kleine Polypen bereits entfernt werden, bevor sie bösartig werden.

Das Ziel der Operation ist die Entfernung des befallenen Darmabschnittes mit einem Sicherheitsabstand zu beiden Seiten des Tumors unter Mitnahme aller Lymphknoten in der Umgebung des Tumors. Abhängig von Größe und Lage des Tumors führen wir diese Operationen in der Regel laparoskopisch (minimal-invasiv) durch.

Fast-Track-Chirurgie

Bei den meisten Operationen am Darm kann bei den modernen Operationstechniken auf die ausführliche Darmspülung vor und die langen Hungerphasen nach einem Eingriff, die von vielen Patienten in der Vergangenheit zu Recht als unangenehm empfunden wurden, verzichtet werden.

Trinken und Essen sind bereits am Operationstag möglich. Der Darm nimmt seine Funktionen viel schneller wieder auf. Der stationäre Aufenthalt kann dadurch wesentlich verkürzt werden.

Enddarm

Die Behandlung der bösartigen Tumore des Enddarms hat durch ihre Nähe zu anderen Organen (Blase, Beckenwand, Schließmuskel) eine besondere Bedeutung. Vor der Operation erfolgen immer eine ausführliche Untersuchung mit CT/MR und eine Ultraschalluntersuchung des Enddarms. Größere Geschwülste im mittleren und unteren Drittel des Rektums werden mit einer Strahlen-/Chemotherapie vorbehandelt. Der Tumor wird hierdurch kleiner, der Erhalt des Schließmuskels ist dadurch deutlich öfter möglich. Die Prognose für den Patienten verbessert sich dadurch auf lange Sicht wesentlich. Auch diese Operation wird in der Regel als minimal-invasiver Eingriff durchgeführt.

Leber

Lebertumore sind die häufigste Folge einer bösartigen Erkrankung an einer anderen Stelle des Bauchraums, können aber auch direkt in der Leber entstehen. Das Ziel der Operation ist die Entfernung der Geschwulst mit einem Sicherheitsrand von gesundem Gewebe. Das komplizierte Geflecht von zu- und abführenden Blutgefäßen und Gallengängen müssen bei der Operation genauestens berücksichtigt werden. Abhängig von Lage und Größe der Geschwulst können diese Operationen auch als „Knopflochoperationen“ durchgeführt werden.

Magen

Das Magenkarzinom geht von entarteten Schleimhautzellen des Mageninnern aus. Die Symptome des Magenkarzinoms sind sehr untypisch und lange Zeit nur gering ausgeprägt oder fehlen sogar ganz. Möglich sind Gewichtsverlust, Schmerzen oder ein Druckgefühl im Oberbauch, Übelkeit oder Abgeschlagenheit. Diese Beschwerden können natürlich auch bei vielen anderen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes vorkommen.

Das Magenkarzinom kann die Passage von Speisen durch den Magen einengen oder völlig verschließen, in benachbarte Organe einwachsen und Metastasen (Tochtergeschwülste) in vielen Organen des Körpers verursachen. Ohne Behandlung ist das Magenkarzinom eine tödliche Erkrankung. Bei der Operation wird der Magen teilweise oder vollständig mit den umliegenden Lymphknoten entfernt. Erst die feingewebliche Untersuchung des Gewebes kann eine endgültige Aussage über die genaue Größe des Tumors und den Befall von Lymphknoten machen.

Durch frühere Diagnosestellung und Behandlung ist das Magenkarzinom heute aber eine in ihrem Verlauf zumeist positiv beeinflussbare, bei frühzeitiger Entdeckung auch heilbare Erkrankung.

Eine stadiengerechte Therapie des Magenkrebses erfolgt nach ausgiebiger Diagnostik, zu der unter Umständen auch eine diagnostische Bauchspiegelung und Vorbehandlung mit Chemotherapie gehören kann.

Bauchspeicheldrüse

Bei Tumoren der Bauchspeicheldrüse handelt es sich häufig um Raumforderungen, die nicht eindeutig als gut- oder bösartig eingestuft werden können. Auf Grund der vielfältigen lebenswichtigen Strukturen rund um Kopf und Körper der Bauchspeicheldrüse ist eine Probenentnahme hier nur sehr schwer möglich. Aus diesem Grund ist in manchen Fällen Diagnostik und Therapie eins: ein sehr ausgedehnter Eingriff zur Entfernung der tumortragenden Anteile der Bauchspeicheldrüse mit aufwändiger Rekonstruktion der Speisewege und der Wege der Verdauungssäfte.

Speiseröhre

Das Ösophaguskarzinom ist eine bösartige, schnell wachsende Geschwulst, die von den Zellen der Speiseröhrenschleimhaut abstammt.

Die Speiseröhre ist ein etwa 25-30 cm langer Muskelschlauch, der vom Kehlkopf bis zum Mageneingang reicht und für den Transport von Nahrung aus dem Rachen zum Magen verantwortlich ist. Die innerste Schicht der Speiseröhre ist in der Regel von Plattenepithel ausgekleidet. Entsprechend der normalen Wandauskleidung treten Plattenepithelkarzinome entlang der gesamten Speiseröhre auf. Adenokarzinome finden sich überwiegend im unteren Speiseröhrenabschnitt am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen und sind immer Folge eines langjährigen chronischen Refluxes von Mageninhalt in die Speiseröhre.

Der Tumor verursacht erst spät Beschwerden. Häufige Symptome sind Schluckbeschwerden, Heiserkeit oder Schmerzen im Oberbauch. Ursachen sind Alkohol, heiße Getränke, Nikotin, geräucherte oder gepökelte Nahrung.

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Prof. Dr. med. Emre Yekebas

› Chefarzt
St. Elisabethen-Krankenhaus
Allgemein- und Viszeralchirurgie

Facharzt für Chirurgie

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