Lungenkrebs

Der Lungenkrebs gehört mit dem Brustkrebs und dem Prostatakrebs zu den häufigsten Tumorerkrankungen in den westlichen Industrienationen. 2006 starben in Deutschland 28.898 Männer und 11.873 Frauen an Lungenkrebs. Somit ist Lungenkrebs in Deutschland die häufigste, tumorbedingte Todesursache bei Männern und die dritthäufigste (nach Brust- und Darmkrebs) bei Frauen.

Im Vergleich aller Todesursachen steht der Lungenkrebs bei Männern an dritter Stelle und bei Frauen an siebter. Es erkranken etwa dreimal so viele Männer wie Frauen, meistens zwischen dem 55. und 70. Lebensjahr. Während bei Männern seit Mitte der siebziger Jahre die Anzahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht, steigt sie bei Frauen dagegen an. Die Zunahme von Lungenkrebs bei Frauen wird mit deren ansteigendem Zigarettenkonsum seit den achtziger Jahren in Verbindung gebracht.

Wir unterscheiden zwei Arten von Lungenkrebs: das kleinzellige Bronchialkarzinom (SCLC: small cell lung cancer), das besonders schnell wächst und ca. 15 Prozent der Fälle ausmacht, und das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom (NSCLC: non small cell lung cancer), das mit ca. 85 Prozent am häufigsten vorkommt.

Bei den nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinomen unterscheidet man weiter zwischen dem so genannten Plattenepithelkarzinom (40-50 Prozent aller Lungenkrebse), dem Adenokarzinom (10-15 Prozent) und dem großzelligen Karzinom (5-10 Prozent). Nicht-kleinzellige Bronchialkarzinome wachsen langsamer und haben deshalb insgesamt eine bessere Prognose, da sie später metastasieren und so eher einer Operation zugänglich sind. 

Um welche Art von Tumor es sich handelt, lässt sich nur durch eine mikroskopische Untersuchung des Krebsgewebes feststellen. Gerade beim nicht-kleinzelligen Karzinom können wir aufgrund moderner Verfahren der Pathologie noch Untergruppen der einzelnen Tumore herausfinden, die schon jetzt und in Zukunft sicher noch mehr Einfluss auf die Therapiemöglichkeiten haben.

Informationen zum Thema Lungenkrebs

Informationen zum Thema Lungenkrebs bieten die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (Frankfurt am Main), die Deutsche Krebshilfe e.V. (Bonn) und die Deutsche Lungenstiftung e.V. (Hannover) auf ihren Internetseiten an:

Motivation und Informationen erhalten krebskranke Raucher beim DKFZ

Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neunheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Tel. +49 69 6221 424242
Mo. - Fr. 15 - 19 Uhr

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Prof. Dr. med. Joachim Bargon

› Leitung
St. Elisabethen-Krankenhaus
Lungenkrebszentrum

Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie, Allergologie, Schlafmedizin und Infektiologie

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