Allgemein- und Viszeralchirurgie
St. Elisabethen Krankenhaus
Ginnheimer Straße 3
60487 Frankfurt am Main

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Chefarzt: Dr. Breithaupt
Wolfram.Breithaupt@artemed.de

 

 

Bauchwand- und Leistenbrüche

Hernien, auch Brüche genannt, kommen sehr häufig vor und gelten in ihrer chirurgischen Behandlung als absoluter Routineeingriff. 3-5% der Menschen erleiden im Laufe ihres Lebens eine Hernie, Männer um ein Vielfaches häufiger als Frauen.

Bemerkbar machen sich Brüche meist durch einen ziehenden Schmerz bei körperlicher Anstrengung, ebenfalls können Überlkeit, Erbrechen und Schwindel auftreten. Besonders charakteristisch ist bei Hernien die Geschwulstbildung an der Bruchstelle. Hernien heilen nicht von selbst ab - um Komplikationen wie beiwpielsweise Einklemmungen oder weiteren Weichteilverletzungen zuvorzukommen, sollte deshalb eine möglichst schnelle operative Schließung der Bruchstelle erfolgen.

Unser Leistungsspektrum

Zu den am häufigsten auftretenden Hernien gehören die Leisten- und die Bauchwandhernien. Wir haben Ihnen detailierte Infos zu Symptomen, Diagnose und operatvie Behandlungsmethoden im Folgenden zusammengestellt.

Leistenhernien

  • Welche Formen der Leistenhernie gibt es?
    • die direkte (mediale) Leistenhernie
    • die indirekte (laterale) Leistenhernie
    • die angeborene Leistenhernie
    • die erworbene Leistenhernie
  • Woraus besteht eine Hernie?
    • Bruchpforte: die Lücke, aus der der Bruchinhalt austritt
    • Bruchsack: die ausgestülpte Bauchfelltasche
    • Bruchinhalt: die ausgestülpten Bestandteile des Bauchinnenraums
  • Was ist eine Schenkelhernie?

    Wenn die Bruchpforte einer Hernie unterhalb des Leistenbandes liegt, spricht man von einer Schenkelhernie. Sie tritt in der Mehrheit bei Frauen auf, bevorzugt im fortgeschittenen Alter, und wird in gleicher Weise wie eine Leistenhernie operiert.

  • Was sind die Symptome einer Leistenhernie?

    Druckgefühl und häufig auch sicht- und fühlbare Schwellung in der Leiste mit gelegentlichen Schmerzen, die durch körperliche Belastung verstärkt werden können. Meistens verschwinden die Beschwerden in Ruhe oder im Liegen.

  • Wie wird eine Leistenhernie diagnostiziert?

    Die Diagnose einer Leistenhernie erfolgt durch eine sorgfältige körperliche Untersuchung. Eine Ultraschalluntersuchung kann zusätzlich hilfreich sein, wenn der Verdacht einer Einklemmung des Bruchinhaltes besteht.

  • Was ist eine inkarzerierte Hernie?

    Bei der inkarzerierten Hernie kommt es im Bruchsack zu einem Einklemmen von Organanteilen oder großem Bauchnetz mit der Folge einer Durchblutungsstörung. Die Symptome hierfür sind: anhaltende Schmerzen in der Leiste beim Vorliegen eines Bruches, gegebenenfalls in Kombination mit Stuhlverhalt.

    Eine inkarzerierte Hernie stellt einen absolut lebensbedrohlichen Notfall dar und muss sofort operiert werden.

  • Welche Operationsmethoden gibt es?

    Offenes Vorgehen:

    Freilegung der Bruchpforte über einen Schnitt, der Inhalt wird in die Bauchhöhle zurück verlagert, der Bruchsack wird verschlossen. Danach erfolgt der Verschluss der Bruchpforte.
    Hierfür gibt es verschiedene Methoden:

    • Shouldice-Technik (Naht der einzelnen Lagen)
    • Lichtenstein-Technik (mit Implantation eines Kunststoffnetzes)
    • Plug-und-Patch-Technik (zusätzliches Versenken des Bruchsackes durch ein spezielles teilresorbierendes Netz)


    Laparoskopisches Vorgehen:

    (Schlüsselloch-Technik, „Knopflochoperation“, TAPP: transabdominale praeperitoneale Hernioplastik): Hierbei wird ein Netz vom Bauchraum aus nach Eröffnen des Bauchfells vor dieses auf die Bruchpforte platziert. Dieses Operationsverfahren wird bevorzugt bei doppelseitigen Hernien und Rezidiven (erneutes Auftreten eines Bruches) nach früheren Operationen angewendet.

  • Ist eine Vollnarkose zur Versorgung einer Leistenhernie zwingend notwendig?

    Nein, bei offenem Vorgehen ist ein regionales Anästhesieverfahren (keine Vollnarkose) ausreichend. Bei einer „Knopflochoperation“ ist eine Narkose erforderlich.

Bauchwandhernien

  • Was sind Bauchwandhernien?

    Austreten von Baucheingeweiden (Bruchinhalt) durch eine Bauchwandlücke (Bruchpforte) in einen Bruchsack.

  • Welche Bauchwandhernien gibt es?
    • Narbenhernien: Sie treten nach einer Operation im Verlauf der Narbe auf
    • Nabelhernien oder epigastrische Hernien: Diese liegen direkt am oder oberhalb des Nabels in der Mittellinie
    • Seltene Formen: Spieghel-Hernien, Richter-Hernien, Littré-Hernien
  • Muss jede Bauchwandhernie operiert werden?

    Im Prinzip schon, denn es besteht immer die potentielle Gefahr einer Einklemmung der Baucheingeweide in der Bruchlücke bis zum Darmverschluss. Bei großen Brüchen kann man individuell entscheiden, ob eine abwartende Haltung gerechtfertigt ist.

  • Welche Operationsmethoden gibt es?
    • ohne Kunststoffnetz: direkter Verschluss der Bruchlücke (nur bei sehr kleinen Brüchen)
    • mit Kunststoffnetz: Die einfache Naht der Muskellücke ist mit einer sehr hohen und damit unbefriedigenden Rate an erneutem Auftreten eines Bruches an dieser Stelle verbunden. Der Bruchlückenverschluss sollte daher bevorzugt mit einem Kunststoffnetz erfolgen
    • konventionelle, offene Netzplastik: Fixierung der Netze unterhalb der Bauchwandmuskulatur zum Verschluss der Bruchlücke
    • Laparoskopische ("Schlüsselloch") Netzplastik: In vielen Fällen lässt sich durch einen erfahrenen Operateur auch nach früheren Operationen die Narbe über eine Bauchspiegelung versorgen. Die Verwachsungen des Darms mit der vorderen Bauchwand werden gelöst und der Bruch mit einem speziell beschichteten Netz von innen verschlossen.

Dr. med. Wolfram Breithaupt
Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Kontakt und Terminvereinbarung

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F 069 7939-2669

Chefarzt: Dr. Breithaupt
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Weiteres Behandlungsspektrum

Medizin auf Top-Niveau

Die neueste Studie der F.A.Z. bescheinigt der Chirurgie am St. Elisabethen-Krankenhaus Bestnoten. Hessenweit belegen wir Platz 2 im Ranking der besten Fachabteilungen. Darüber hinaus beschenigt auch die neueste Studie der F.A.Z. unserer Allgemein- und Viszeralchirurgie unter Chefarzt Dr. Breithaupt Bestnoten. Hessenweit belegen wir Platz 2 der Chirurgie-Abteilungen. Darüber hinaus wurder unser Leiter der Magen- und Speiseröhrentumorchirurgie, Univ.-Prof. Dr. med. Arnulf H. Hölscher, mehrfach mit dem Qualitätssiegel der FOCUS-Ärzteliste ausgezeichnet.

Informationen für Patienten*innen

  • Checkliste

    Damit Sie Ihren Krankenhausaufenthalt leichter planen können, haben wir Ihnen hier eine Checkliste zusammengestellt.

  • Service vor Ort

    Wahlleistungen:

    Unsere Wahlleistungsstation ist geprägt durch helle, offene Räume, mordernes Design und farblich angenehmenes Interieur. Die Ein- und Zweibettzimmer verfügen über ein eigenes großes Badezimmer inklusive WC, Dusche, Frotteetüchern, Föhn, Dusch- und Kosmetikartikeln, beleuchtetem Kosmetikspiegel, geräumigen, abschließbaren Schränken mit Kleiderbügeln und Safe. Außerdem befinden sich ein Kühlschrank und ein Schreibtisch auf dem Zimmer. Die Betten sind elektronisch verstellbar. Handtücher werden täglich ausgetauscht. Zur Unterhaltung steht unseren Patienten ein Multi-Media-Tablet-PC zur Verfügung sowie Telefon und Internet - und eine Auswahl an Tages- und Fernsehzeitungen.

    Ihre Verpflegung

    Über das aktuelle Angebot werden Sie durch unseren Wochenspeiseplan auf den Stationen informiert. Bitte informieren Sie uns schon vorab, wenn Sie eine spezielle Ernährung benötigen. Vor Ort helfen Ihnen das Stations- und Küchenpersonal gerne weiter.

    Aufenthaltsraum

    Unsere Stationen verfügen zusätzlich über einen Aufenthaltsraum. Hierhin können Sie sich jederzeit mit Ihren Angehörigen zurückziehen. Außerdem stehen Ihnen hier ein Kaffee- und ein Snackautomat zur Verfügung.

    Pforte

    Die Informationszentrale ist die zentrale Anlaufstelle für Sie. Hier helfen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne weiter. Sie befindet sich direkt am Haupteingang und ist von 7.00 bis 21.00 Uhr geöffnet. Nachts nehmen Sie bitte den Eingang bei der Notaufnahme. Er befindet sich in der Grempstraße (direkt um die Ecke).

  • Nach Ihrem Aufenthalt

    Am Tag Ihrer Entlassung wird der Stationsarzt ein Abschlussgespräch mit Ihnen führen, in dem er Ihnen eine Beurteilung des Krankheitsverlaufs und eine Empfehlung für die weitere Behandlung gibt. Dies ist eine gute Möglichkeit, noch offene Fragen zu klären. Sie bekommen einen Arztbrief, der alle wesentlichen Informationen über Ihren Aufenthalt, Therapievorschläge für den weiterbehandelnden Arzt, eine Medikamentenliste und, falls nötig, weitere Termine in unserer Klinik enthält. Geben Sie diesen Brief so schnell wie möglich an Ihren Hausarzt weiter. Selbstverständlich können Sie den Brief lesen und sich eine Kopie für Ihre Unterlagen machen.

    Medikamente

    Sie können bei Bedarf ein Rezept für neu verordnete Medikamente erhalten, so dass Sie oder Ihre Angehörigen nach Ihrer Entlassung diese problemlos in Ihrer Apotheke erhalten.

    Krankmeldung

    Wir können Sie nach der Entlassung, wenn es nötig ist, bis zu sieben Tage krankschreiben.


    Bitte lesen Sie auch die weiterführenden Informationen zum Entlassungsmanagement

Ihr Expertenteam

  • Dr. med. Wolfram Breithaupt
    Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie

     

  • Univ.-Prof. Dr. med. Arnulf H. Hölscher
    Leiter Speiseröhren- und Magentumorchirurgie
    Facharzt für Allgemein, Viszeral- und Thoraxchirurgie

     

  • Dr. med. Jong-Sun Kim
    Leitender Arzt Thoraxchirurgie
    Facharzt für Thoraxchirurgie
    Facharzt für Viszeralchirurgie
    Facharzt für Chirurgie

     

     

  • Thomas Schulz
    Oberarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie

  • Klaus Wagner
    Oberarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie

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