Das St. Elisabethen Krankenhaus treibt den Ausbau seines Interdisziplinären Wirbelsäulenzentrums konsequent voran. Mit gezielten Investitionen in moderne Medizintechnik und der Erweiterung des ärztlichen Teams verfolgt das Krankenhaus einen bereits leistungsfähigen Schwerpunkt in der Behandlung komplexer Wirbelsäulenerkrankungen und entwickelt diesen strukturiert weiter mit hoher Relevanz für die regionale und überregionale Versorgung.
Ein zentraler Baustein ist die Einführung eines O-Arm-3D-Navigationssystems, das nach einer intensiven Schulungs- und Implementierungsphase nun regelhaft im klinischen Alltag eingesetzt wird. Die Technologie ermöglicht eine präzise intraoperative Bildgebung und Navigation und unterstützt insbesondere minimalinvasive sowie komplexe rekonstruktive Eingriffe an der Wirbelsäule. Implantate können dadurch exakter platziert, Zugangswege in geeigneten Fällen weniger invasiv gestaltet und operative Abläufe sicherer geplant werden. Ziel ist es, Komplikationen und notwendige Revisionseingriffe zu reduzieren und gleichzeitig die Patientensicherheit weiter zu erhöhen.
Parallel zum technologischen Ausbau wird das Wirbelsäulenzentrum personell verstärkt. Neu hinzugekommen sind Prof. Dr. med. Mario Carvi y Nievas als Senior Consultant sowie die Wirbelsäulenchirurgen Herr Niklas Roos, Leitender Oberarzt und Herr Alaa Haj, Oberarzt. Gemeinsam mit Chefarzt Prof. Dr. med. (habil.) Eleftherios Archavlis bringt das Team langjährige klinische Erfahrung in der Mikro- und Endoskopischen Chirurgie, der Rückenmarkschirurgie, der Behandlung komplexer Fehlstellungen sowie in minimalinvasiven und navigationsgestützten Verfahren ein.
Darüber hinaus umfasst das operative Spektrum des Interdisziplinären Wirbelsäulenzentrums die mikrochirurgische, hochfiligrane Behandlung intraspinaler Tumoren. Dazu zählen extramedulläre Raumforderungen wie Meningeome, Neurinome und Schwannome ebenso wie intramedulläre Tumoren, darunter Ependymome sowie weitere gliale Tumoren. Diese Eingriffe erfordern besondere neurochirurgische Expertise, den Einsatz modernster Mikroskopie und ein differenziertes neuromonitoring-gestütztes Vorgehen, um neurologische Strukturen maximal zu schonen und funktionelle Ergebnisse zu optimieren.
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit, unter anderem mit dem Multimodalen Schmerzzentrum, ergänzt das operative Spektrum um strukturierte konservative Therapieangebote.
„Die Kombination aus moderner Navigationstechnologie und spezialisierter chirurgischer Erfahrung erlaubt uns, auch hochkomplexe Eingriffe differenziert und risikoarm zu planen“, sagt Prof. Dr. med. (habil.) Eleftherios Archavlis, Chefarzt Interdisziplinäres Wirbelsäulenzentrum. „Unser Anspruch ist es, medizinische Präzision, Sicherheit und individuelle Therapieentscheidungen konsequent zusammenzudenken.“
Für Patientinnen und Patienten bedeutet der Ausbau ein erweitertes Behandlungsspektrum und eine qualifizierte Versorgung in Wohnortnähe. Zugleich stärkt das Interdisziplinäre Wirbelsäulenzentrum die Rolle des St. Elisabethen Krankenhauses als wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung im Rhein-Main-Gebiet, insbesondere bei akuten und chronischen Erkrankungen der Wirbelsäule.
Über das interdisziplinäre Wirbelsäulenzentrum am St. Elisabethen Krankenhaus Frankfurt
Das interdisziplinäre Wirbelsäulenzentrum wurde 2020 von Prof. Dr. E. Archavlis und Priv.-Doz. Dr. P. Trobisch ins Leben gerufen. Hier arbeiten erfahrene Spezialisten aus den Bereichen Wirbelsäulenchirurgie, Schmerztherapie, Alterstraumatologie und Physiotherapie eng zusammen, um die bestmögliche Behandlung zu bieten.
Neben einer maximal individualisierten Therapie profitieren Patienten aller Altersgruppen von der Kombination aller neuer Entwicklungen und Technologien auf dem Gebiet der Wirbelsäulenchirurgie. Konservative Verfahren finden im St. Elisabethen Krankenhaus ebenso Berücksichtigung wie minimal-invasive Operationen (Schlüssellochchirurgie) bis hin zu komplexen Stabilisierungen und Rekonstruktionen. Zudem arbeiten wir nach den Prinzipien des neu in der Wirbelsäulenchirurgie eingeführten „enhanced recovery“ Programms, das die schnelle Genesung der Patienten nach einer Operation in besonderem Maße unterstützt.
Das St. Elisabethen Krankenhaus in Frankfurt Bockenheim blickt auf eine lange Tradition als zentrale Anlaufstelle in der Grund- und Regelversorgung der Region zurück und hat sich gleichzeitig als hochspezialisierter Anbieter medizinischer Leistungen etabliert. Seit der Übernahme durch die Artemed Klinikgruppe im August 2019 zeichnet sich das Haus durch klare fachliche Schwerpunkte und die Ausbildung interdisziplinärer Zentren aus. Es ist Teil des universitären Thoraxzentrums Frankfurt und verfügt außerdem über ein Zentrum für Verdauungsorgane, ein Zentrum für den Bewegungsapparat mit einem Alterstraumazentrum sowie ein Zentrum für Gynäkologie und Geburtshilfe und Schmerztherapie.















