Innere Medizin
St. Elisabethen Krankenhaus Frankfurt
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Ambulante Untersuchungen auf einen Blick

Viele ambulante Untersuchungen werfen im Vorfeld Fragen auf: Was passiert genau? Muss ich etwas beachten? Wie läuft der Termin ab?
Hier finden Sie kompakte und verständliche Informationen zu unseren ambulanten Untersuchungen und Tests. Wir erklären Ihnen die Abläufe Schritt für Schritt und geben Hinweise zur Vorbereitung, damit Sie gut informiert und möglichst entspannt zu Ihrem Termin kommen.

  • Hochauflösende Ösophagusmanometrie (ÖM): Druckmessung in der Speiseröhre

    Definition?
    Mit dieser Untersuchung misst man den Druck in der Speiseröhre, besonders am unteren Schließmuskel zum Magen hin sowie in der Schluckmuskulatur. Sie wird z. B. bei Sodbrennen, Schluckbeschwerden oder unklaren Beschwerden wie Reizhusten, Kehlkopfentzündungen oder asthmatischen Symptomen durchgeführt – oft als Vorbereitung für eine pH-Metrie.

    Ablauf:
    Sie sollten 6 Stunden vor der Untersuchung nichts essen oder trinken. Die Untersuchung dauert etwa 30–45 Minuten und ist schmerzarm – eine Betäubung ist nicht notwendig.

    Ein dünner, biegsamer Messkatheter (nur 2 mm dick) wird durch die Nase oder selten den Mund in den Magen eingeführt. Das gelingt meist gut, wenn man dabei Wasser trinkt. Während die Sonde langsam zurückgezogen wird, werden die Druckverhältnisse in der Speiseröhre genau aufgezeichnet. Zwischendurch werden Sie gebeten, Wasser zu schlucken oder tief zu atmen.

    Was kann festgestellt werden?
    Die Auswertung zeigt, ob der Schließmuskel zu schwach (z. B. bei Reflux) oder zu stark (z. B. bei Achalasie) arbeitet. Auch vorübergehende oder dauerhafte Störungen beim Schlucken lassen sich erkennen.

  • Langzeit-pH-Metrie (pHM): 24-Stunden-Säuremessung in Speiseröhre und Magen

    Definition?
    Bei dieser Untersuchung wird über 24 Stunden der Säuregehalt (pH-Wert) in der Speiseröhre und manchmal auch im Magen gemessen. Sie hilft abzuklären, ob Sodbrennen oder andere Beschwerden durch einen Rückfluss von Magensäure (Reflux) verursacht werden.

    Ablauf:
    Ein sehr dünner Messkatheter wird durch die Nase bis in die Speiseröhre (und ggf. in den Magen) gelegt. Er bleibt dort für 24 Stunden, während Sie Ihren Alltag wie gewohnt fortsetzen. Dabei werden Säurewerte kontinuierlich aufgezeichnet.

    Wichtig ist, dass Sie typische Beschwerden (z. B. Sodbrennen, Husten) per Knopfdruck oder in ein Tagebuch notieren – so kann später der Zusammenhang zur Säurebelastung ausgewertet werden.

    Vorbereitung:
    Sie sollten etwa 6 Stunden vorher nüchtern bleiben. In der Regel ist die Untersuchung gut verträglich. Eine Betäubung ist nicht nötig.

    Was kann festgestellt werden?
    Die Auswertung zeigt, wie oft und wie lange Magensäure in die Speiseröhre gelangt – also, ob ein krankhafter Reflux vorliegt und wie stark dieser ausgeprägt ist

  • Analmanometrie (AM): Druckmessung im Enddarm

    Definition?
    Die Analmanometrie misst die Funktion des Schließmuskels im Enddarm. Sie wird z. B. bei Stuhlinkontinenz oder chronischer Verstopfung eingesetzt, um die Ursache besser zu verstehen.

    Ablauf:
    Ein dünner Messkatheter wird vorsichtig in den Enddarm eingeführt. Damit wird unter anderem geprüft:

    • wie lang der Analkanal ist
    • wie stark der Schließmuskel in Ruhe und beim „Kneifen“ arbeitet
    • ob der sogenannte rektoanale Inhibitionsreflex vorhanden ist – also die Entspannung des Schließmuskels bei Dehnung im Darm

    Je nach Fragestellung können auch weitere Messungen erfolgen, z. B. zur Wahrnehmung von Druck oder zur Entleerungsfunktion.

    Was bringt die Untersuchung?
    Sie hilft, Störungen der Schließmuskelfunktion genau zu erfassen. Wird eine Schwäche nachgewiesen, kann gezieltes Beckenbodentraining oder Biofeedback helfen, die Kontrolle zu verbessern.

  • Atemtests

    Mit verschiedenen Atemtests können wir herausfinden, ob Sie bestimmte Zucker (z. B. Milch- oder Fruchtzucker) nicht vertragen, ob der Dünndarm krankhaft mit Bakterien besiedelt ist oder ob die Nahrung im Magen zu langsam oder zu schnell weitertransportiert wird. Auch eine Helicobacter pylori-Infektion kann erkannt werden.

    Wie funktioniert ein H₂-Atemtest?
    Sie trinken eine spezielle Zuckerlösung und pusten danach in regelmäßigen Abständen in ein Messgerät. Dabei wird der Wasserstoffgehalt (H₂) in der Ausatemluft gemessen. Die Tests sind unkompliziert und gut verträglich.

    Welche Atemtests führen wir durch?

    • Laktose-, Fruktose- und Sorbit-Test:
      Zeigt, ob eine Unverträglichkeit gegenüber Milch-, Frucht- oder Zuckeraustauschstoffen vorliegt.
    • Glukose- oder Laktulose-Test:
      Erkennt, ob zu viele Bakterien im Dünndarm vorhanden sind (bakterielle Fehlbesiedlung).
    • Xylose-Test:
      Prüft, ob Ihr Dünndarm Nährstoffe ausreichend aufnehmen kann.
    • Kombinierter Laktulose- und 13C-Acetat-Test:
      Bestimmt, wie schnell Nahrung den Dünndarm passiert (Dünndarmtransitzeit)
  • ¹³C-Atemtests

    Mit den ¹³C-Atemtests können wir auf einfache und schonende Weise die Funktion verschiedener Verdauungsorgane prüfen – insbesondere Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und die Besiedlung mit Helicobacter pylori. Sie müssen lediglich eine spezielle Testlösung oder Mahlzeit zu sich nehmen und anschließend in bestimmten Abständen in ein Messgerät pusten. In der Ausatemluft wird dann das ¹³C-markierte Kohlendioxid gemessen.

    Welche ¹³C-Atemtests führen wir durch?

    Magen:

    • ¹³C-Harnstoff-Atemtest
      Erkennt, ob sich Helicobacter pylori-Bakterien in der Magenschleimhaut befinden.
    • ¹³C-Natrium-Oktanoat-Atemtest
      Misst, wie schnell der Magen eine feste Mahlzeit weiterleitet (Magenentleerung bei fester Nahrung).
    • ¹³C-Natrium-Acetat-Atemtest
      Prüft die Magenentleerung nach einer flüssigen Mahlzeit.

    Bauchspeicheldrüse (Pankreas):

    • ¹³C-Atemtest mit gemischten Triglyzeriden
      Zeigt, ob die Bauchspeicheldrüse genügend Verdauungsenzyme bildet, um Fette richtig zu spalten.

    Leber:

    • ¹³C-Galaktose-Atemtest
      Prüft, wie gut die Leber Zuckerstoffe wie Galaktose verarbeiten kann – ein Hinweis auf die Leberzellfunktion.
    • ¹³C-Aminopyrin-Atemtest
      Misst die Entgiftungsleistung der Leber (spezifisch für die Funktion bestimmter Enzyme in den Leberzellen)

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