Moderne Ultraschalldiagnostik am St. Elisabethen Krankenhaus Frankfurt
In unserer Klinik steht Ihnen ein hochmodernes Ultraschallgerät zur Verfügung, das alle gängigen Verfahren abdeckt einschließlich Farb- und Doppler-Ultraschall, Kontrastmittelultraschall, Endosonographie sowie Elastographie. Der Ultraschall ist ein strahlenfreies, sehr gut verträgliches Verfahren und wird zur Untersuchung zahlreicher Körperregionen eingesetzt, z. B. im Bauchraum, an der Schilddrüse, im Brustkorb, an Gefäßen, Lymphknoten oder an der Haut.
-
Diagnostik und gezielte Eingriffe
Schon mit dem herkömmlichen Ultraschall können viele Befunde sicher erkannt werden. Darüber hinaus setzen wir Ultraschall auch zur gezielten Durchführung kleiner Eingriffe ein, etwa zur:
- Entnahme von Gewebeproben (z. B. aus Leber oder Lymphknoten)
- Punktion von Zysten oder Abszessen
- Drainage von Flüssigkeitsansammlungen
-
Farbduplexsonographie – Durchblutung sichtbar machen
Mit der farbkodierten Duplexsonographie lässt sich die Blutströmung in Organen und Gefäßen in Echtzeit sichtbar machen. Verengungen oder Verschlüsse – z. B. in Beinvenen, Bauchgefäßen, Schilddrüse oder Lymphknoten – können damit zuverlässig erkannt werden. Das Verfahren ist schmerzfrei und hilft oft, invasive Maßnahmen zu vermeiden.
Kontrastmittel-Ultraschall – Tumore früh erkennen
Beim Kontrastmittel-Ultraschall werden winzige, gasgefüllte Bläschen als Kontrastmittel verwendet, die sich nach kurzer Zeit von selbst auflösen. Sie sind gut verträglich, enthalten kein Jod und eignen sich daher auch für Patient:innen mit bekannten Kontrastmittelallergien.
Diese Methode ist besonders hilfreich zur Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Tumoren, z. B. in der Leber, und kann in vielen Fällen eine Punktion überflüssig machen.
Leber-Elastographie – Lebergesundheit ohne Eingriff
Die Elastographie ist ein modernes Ultraschallverfahren zur Messung der Lebersteifigkeit. Sie ermöglicht eine nicht-invasive Beurteilung von Lebererkrankungen, wie z. B. Fibrose oder Leberzirrhose, ohne die Notwendigkeit einer Gewebeentnahme. Die Methode ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und eignet sich besonders gut zur Verlaufskontrolle bei chronischen Lebererkrankungen, z. B. bei Fettleber oder Hepatitis.
Endosonographie (EUS) – hochauflösender Ultraschall von innen
Die Endosonographie ist eine moderne Ultraschalluntersuchung, bei der der Ultraschallkopf über ein Endoskop direkt an innere Organe herangeführt wird – etwa über die Speiseröhre, den Magen, den Zwölffingerdarm oder den Enddarm. Dadurch lassen sich Strukturen wie Bauchspeicheldrüse, Leber, Lymphknoten oder Gallenwege besonders präzise darstellen – deutlich genauer als beim herkömmlichen Ultraschall von außen.
-
Formen der EUS
Die EUS kann oral (über den Mund) oder rektal (über den Enddarm) durchgeführt werden:
- Orale EUS: ähnlich wie bei einer Magenspiegelung – meist unter Sedierung, damit die Untersuchung nicht als unangenehm empfunden wird.
- Transrektale EUS: wenige Zentimeter in den Enddarm eingeführt, schmerzfrei – wichtig zur Einschätzung von Enddarmtumoren und zur OP-Planung (z. B. Schließmuskelerhalt).
-
Wann wird die EUS eingesetzt?
Die Endosonographie kommt bei vielen Fragestellungen zum Einsatz, z. B. zur:
- Beurteilung und Stadieneinteilung von Tumoren (z. B. Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse)
- Diagnose von Raumforderungen wie Zysten, vergrößerten Lymphknoten oder subepithelialen Veränderungen
- Darstellung kleiner Pankreastumoren oder chronischer Entzündungen
- Nachweis von Gallengangsteinen, um über eine ERCP zu entscheiden
- Gewebeproben (Biopsien) oder Punktionen von Zysten und Tumoren
- Schmerztherapie, z. B. bei Bauchspeicheldrüsenkrebs durch gezielte Plexusblockade
Dank der Kombination aus Ultraschall und Endoskopie lassen sich viele Veränderungen früh erkennen und direkt behandeln – oft ohne zusätzlichen Eingriff
















